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Dusche und Duschen

In kleinen Badezimmern muss man oft auf eine Badewanne verzichten. Doch heutzutage bietet auch die Dusche viel Luxus und Komfort.
Eine Dusche ist fester Bestandteil eines modern eingerichteten Badezimmers. Selbst wenn im Bad eine Badewanne steht, haben die meisten auch zusätzlich eine Dusche. In sehr luxuriösen Badezimmern können Badewanne und Dusche getrennt voneinander stehen.

Das Wort Dusche leitet sich von dem französischem Wort „douche“ beziehungsweise dem lateinischen Wort „ducere“ ab und bedeutet soviel wie „Wasserrinne“ oder „Leitung“. Als erste Duschen wurden natürliche Wasserfälle genutzt. Dies war vorteilhafter für die Menschen, da das fallende Wasser sie schneller reinigte als ein Bad und man auf das Tragen der schweren Wassereimer verzichten konnte. Die Idee des herabfallenden Wassers wurde von den alten Ägyptern übernommen: Sie reinigten sich, indem sie sich mit kaltem Wasser aus Kannen übergossen. Doch erst im alten Griechenland wurden die ersten Duschen mit Wasserbehältern und Wasserzuleitungen entwickelt. Diese Duschen waren öffentlich, durften aber nur von der Oberschicht benutzt werden. Die Römer übernahmen die Idee der Dusche schließlich, und noch heute kann man in Italien oder England die historischen Überreste der Wasserleitungen finden.

Im Frankreich des 19. Jahrhunderts wurde die Dusche dann im Militär eingesetzt: Mit ihr konnten in kurzer Zeit viele Soldaten gereinigt werden. In diesem Jahrhundert wurden Duschen dann auch in Gefängnissen, Kasernen und Internaten eingebaut. Auch wenn es möglich war, die Dusche an ein Wassersystem anzubinden und mit warmem Wasser zu versorgen, dauerte es noch, bis sich die Dusche gegen die Badewanne durchsetzte: Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Duschen in die meisten Badezimmer eingebaut.

Duschen werden heute in unterschiedlichen Formen gebaut. Die Dusche kann entweder in die Badewanne integriert sein oder einzeln stehen. In beiden Fällen werden in der Regel ein Duschvorhang, Glastüren oder eine Schiebetür benutzt, um das Badezimmer von dem Wasser in der Dusche abzugrenzen. Traditionelle Duschen verfügen außerdem über eine Duschwanne. Mittlerweile werden Duschen im Badezimmer aber auch ebenerdig gebaut. Bei diesen müssen die Wände und der Boden wasserdicht verkleidet werden, und im Boden sollte es einen Abfluss geben. Gerade für gehbehinderte Menschen sind solche Duschen von Vorteil.

Mit einer Dusche im Badezimmer muss man nicht auf Luxus verzichten. Heutzutage gibt es Duschköpfe, die viel können. So imitieren unterschiedliche Düsen Massageeffekte, einen Wasserfall oder Regenschauer. Außerdem kann das Wasser mit unterschiedlichen Lichtern beleuchtet werden, was das Duschen zu einem entspannenden Erlebnis werden lässt.

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